„Im schönsten Wiesengrunde“ riss das Publikum mit

Stimmgewaltiger Start der Sommerkonzerte in der Klosterkirche Preetz mit dem Ensemble Nobiles

Preetz (hh). A cappella, stimmgewaltig und sehr sympathisch von Anfang an eröffneten die mehrfach national und international ausgezeichneten Musiker des fünfköpfigen Ensemble Nobiles am Montag die 57. Sommerkonzerte des Kreis der Musikfreunde (KdM) in der Klosterkirche Preetz. Mehr als 200 Besucher feierten den frischen Auftritt des Leipziger Vokalquintetts mit weltlicher Musik in den heiligen Hallen. Zur Aufführung gelangten zunächst 17 größtenteils romantische Natur-, Liebes-, Volks- und Trinklieder aus der Liedertafel Leipziger oder mit Leipzig verbundener Komponisten, wie der „Morgengruß" des thüringischen Sängerbundes von Felix Mendelsohn Bartholdy, „Der träumende See" von Robert Schumann oder Edvard Griegs „Den sildige Rose".

Ensemble Nobiles in der Klosterkirche Preetz
Das Leipziger Vokalquintett Ensemble Nobiles eröffnete die 57. Sommerkonzerte in der Klosterkirche Preetz.

In der Pause gab es bei Klostersecco und Selters starke und durchweg positive Resonanz auf den launigen Auftritt der mit roten Krawatten geschmückten Musiker, die nicht zum ersten Mal zu Gast im hohen Norden waren. Jeder für sich eine singende Perle standen die Tenöre Paul Heller und Christian Pohlers, der Bariton Benjamin Mahns-Mardy und die Bassstimmen von Lukas Lomtscher und Lucas Heller wie eine glänzende Kette tonal perfekt aufeinander abgestimmt gemeinsam im Raum. Fast alle als Knaben im Leipziger Thomanerchor stimmlich geschult, brachten sie „Summ, Summ, Summ..." mit Václav Jindřich Veits witzigem Lied „Der Käfer und die Blume" das nicht nur aus Preetz kommende Publikum erst zum Lachen, dann mit Fritz Weiß „Im schönsten Wiesengrunde" zum gemeinsamen Singen und schließlich mit Friedrich Silchers „Lebewohl" lautstark und anhaltend zum Applaudieren.

Gerald A. Manig, 1. Vorsitzender und künstlerischer Leiter des KdM, hatte bereits zur Begrüßung Viktoria von Fleming „zum letzten Mal als Gastgeberin" begrüßt, da die Priörin im September in Ruhstand gehen will. „Aber der KdM hat die Zusicherung, dass die Sommerkonzerte weiterhin in diesen prächtigen Räumen stattfinden können", sagte Manig. Mit „What a wonderful world" von George David Weiss eröffnete das Ensemble Nobiles geschmeidig den zweiten Teil des Abends, der ganz im Zeichen von moderneren Liedern und Couplets von Komponisten wie Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Irving Berlin und Arthur Johnston stand. Sichtlich angetan von dem wechselnd und hintersinnig moderierten Programm erklatschten sich die Zuhörer zwei Zugaben, bevor sie sich heiter, beschwingt, und gut gelaunt durch die laue Sommernacht auf den Weg nach Hause begaben.

 

(Gedruckt in den Kieler Nachrichten/Ostholsteiner Zeitung, S. 22, am 1.8.2018)

 

Weitere Informationen:

 

https://musikfreunde-preetz.de

http://www.ensemblenobiles.de